Mein "Russlandfeldzug"

 

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Kater m <-s, -> 1. (maennliche Katze) кот m; 2. (umg: Unwohlsein nach uebertriebenem Alkoholgenuss) похмелье nt

Russisch lernen auf die harte Tour. Doch von vorne.

Ich hatte am Freitag wie ueblich gegen halb neun das Institut verlassen und freute mich auf einen ruhigen Abend im Wohnheim, um dann frisch in den Samstag starten zu koennen und mir ein bisschen die Stadt anzuschauen. Ich lag auf dem Bett und hoerte ein bisschen Musik, als ploetzlich die Tuer aufging und Michal mit zwei Russen ins Zimmer kam. Er stellte mir Vitalii und Anton vor und sagte, dass sie in die hier direkt am Campus befindliche Disko namens Poljot ( ПОЛЁТ ) gehen wuerden und ob ich nicht mitwollte.

Nun, das lief zwar vollkommen gegen meine Vorstellung eines "ruhigen Abends", andererseits will man ja auch kein Spielverderber sein, und da ich ja am Samstag ausschlafen koennen wuerde, war ein wenig Tanzen sicherlich drin. Damit begann mein Unglueck.

Nachdem wir noch ungefaehr eine Stunde bei uns auf dem Zimmer gesessen und uns in dem mir immer vertrauter werdenden englisch-russisch-deutschen Mischmasch unterhalten hatten, brachen wir auf. Nicht direkt zur Disko, da nach Aussage der anderen dreien vor elf dort eh nix los sei, nein, zunaechst zu einem kleinen Kiosk an der Moskovskoe Schosse. Auf dem Weg dorthin trafen wir noch Danja und Maks, mit denen wir den Abend verbringen sollten. Am Kiosk angekommen kauften wir uns: eine 0,7l-Flasche Pjerzovka (ein ukrainischer Pepperoni-Schnaps), zwei Liter Tomatensaft (!) und einige Wuerstchen. So ausgestattet stellten wir uns gemuetlich vor ein Wohnhaus und machten uns gemeinsam daran, die Vorraete zu dezimieren. Die Wuerstchen waren extrem lecker. Der Pepperonischnaps war nicht halb so eklig, wie ich zunaechst befuerchtet hatte. Aber der Tomatensaft! Ich meine, mal ernsthaft, abgesehen von Karottensaft ist Tomatensaft glaube ich das ekligste Getraenk der Welt. Er half allerdings, den doch etwas ueblen Abgang vom Pjerzovka zu daempfen. Nach etwa einer halben Stunde und unzaehligen Trinkspruechen... mit den Trinkspruechen ist das so: man trinkt in Russland nicht etwa einfach so, nein, man trinkt immer auf etwas. Das koennen so einfache Dinge sein wie "Glueck" oder auf jemanden der Anwesenden, aber auch so hehre Dinge wie die Voelkerverstaendigung, auf die Vitalii (Vitjok, wie ihn alle nennen) inspiriert von meiner Anwesenheit gleich zweimal trank. Nach etwa einer halben Stunde und unzaehligen Trinkspruechen also hatten wir alles gekillt, was wir eingekauft hatten und machten uns auf den Weg ins Poljot. Da ging's mir noch recht gut.

Der Eintritt in die Disko kostet 200 Rubel, fuer Maedels und Studenten der SGAU nur die Haelfte. Drinnen angekommen wurden wir erstmal von Sicherheitsleuten mit Metalldetektoren durchsucht. Nachdem wir unsere Sachen an der Garderobe abgegeben hatten, mischten wir uns unters Volk. Direkt neben dem Eingang war eine kleine Disko, in der all jene Klassiker gespielt wurden, die man eben so kennt und von denen mir gerade nur noch "Hands up" einfallen will. Zwischen den bekannten Stuecken liefen immer wieder russische Lieder, die auch recht angenehm zu hoeren waren. Nach einigen Minuten verlegten wir jedoch in den ersten Stock (oder die zweite Etage, folgt man der russischen Nummerierungsweise). Oben wurde typische Clubmusik gespielt. Ich glaube, man nennt die Musik "Dance". Viele russische Texte, aber manchmal sogar deutsche. Vodka und Bier sind billig (drei Bier 0,4l und drei kurze fuer 180 Rubel, etwa sechs Euro), und Anton schleppt immer wieder etwas an.

So vergeht die Zeit, und irgendwann um 0430 bin ich am Ende. Ich bin kurz vorm Einschlafen, abgesehen davon ist mir schlecht. Michal wird mir spaeter sagen, dass ich schweissgebadet gewesen sei und ueberhaupt nicht gut ausgesehen haette. Wie kann man auch auf sowas vorbereitet sein, wenn man sonst nur mal zum Wasen geht oder ein, zwei Halbe hebt? Eigentlich war der Plan, bis sechs Uhr durchzumachen, weil dann unser Wohnheim wieder oeffnet (geschlossen von 23 bis 6 Uhr), aber das geht ja nicht mehr. Also nimmt uns Vitalii ins Schlepptau und bringt uns... irgendwohin, ich weiss es nicht mehr, und war mir da dann auch irgendwie reichlich egal. Meine Ohren klingelten, das weiss ich noch. Ich lege mich irgendwo auf den Boden und schlafe sofort ein.

Um 8 Uhr morgens (!) weckt mich Michal, wir muessten los. Ich will sterben. Er zerrt mich hoch. Oh komm doch, gnaediger Tod! Er kommt nicht. Statt dessen schleift mich Michal mich einmal quer ueber den Campus, vorbei an emsig in die Uni eilenden Studenten. Ich muss fuerchterlich aussehen, aber das ist mir egal, denn ich will einfach nur weiterschlafen. Nach einer halben Ewigkeit kommen wir in unserem Wohnheim an, ich schaffe es noch irgendwie ins Zimmer, und erinnere mich daran, dass ich gestern ja meiner Mama eine email mit meiner Telefonnummer im Buero geschrieben hatte. Das war zu einem Zeitpunkt, da ich noch dachte, es wuerde ein normaler Samstag werden. Statt dessen liege ich mit gefuehlten 13,2 Promille im Bett. Ausgezeichnet. Versprochen ist versprochen und ich stelle den Wecker auf 11 Uhr. Als mich mein Handy aus dem Schlaf zurueck in die Welt des Schmerzes reisst, ist Michal gerade dabei, Essen zu machen. Pelmeni, russische Tortellinis, sehr lecker unter normalen Umstaenden, aber heute, ich weiss ja nicht. Ich wuerge mir trotzdem ein paar runter, irgendwas muss man ja essen. Dann auf zum Institut. Punkt 12 bin ich da. Warte auf den Anruf. Doese ein. Wache um 13 Uhr 20 wieder auf, kein Telefon hat geklingelt. Was mache ich hier eigentlich? Vielleicht ganz gut so, ich glaube, ich waere kein sehr eloquenter Konversationspartner gewesen... Auf zurueck ins Wohnheim und ab ins Bett mit mir. Ich schlafe bis 17 Uhr. Als ich um 17 Uhr wieder aufwache, dreht sich noch immer alles, aber mir ist nicht mehr schlecht. Ich trinke ein Glas Wasser. Moment - mir ist doch noch schlecht! Also gut, dann muss ich wohl... oder? Ich kann es gerade noch so verhindern, Gott sei Dank. Ich breche noch einmal auf, um die ersten Ordnerfreigaben zu erteilen, dann gehe ich zurueck ins Wohnheim. Inzwischen fuehle ich mich ganz gut, und nehme mir vor, naechstes Mal etwas besser aufzupassen. Ich esse noch eine Banane und spiele noch eine Runde Schach gegen Michal. Um halb 12 geht's dann ab ins Bett, und obwohl ich ja eigentlich den ganzen Tag geschlafen habe, schlafe ich sofort wieder ein. Ein verlorener Tag, und irgendwie auch wieder nicht, denn einmal (und wenn's nach mir geht in der krassen Form auch NUR einmal) musste das ja wohl sein.

Willkommen in Russland!
3.10.05 08:14


Gestern war ein perfekter Tag. Man mag vielleicht einwenden, dass im Vergleich zu Samstag jeder Tag perfekt gewesen sein muss, aber dieser Tag war es wirklich. Ohne zu luegen war der gestrige Sonntag der schoenste Tag, den ich bisher hier verbracht habe.

Ich hatte mich mit Slava verabredet, jemandem, den ich ueber ICQ kennengelernt hatte. Wir trafen uns um 11 Uhr an der Energija-Buran-Skulptur vor der SGAU. Dann liefen wir zurueck zu meinem Wohnheim und warteten, noch auf eine Freundin von ihm, die an der SGAU Englisch unterrichtet. Nastja fragte uns dann, was wir denn eigentlich geplant haetten. Da wir ja nichts geplant hatten, sagte sie, dass man sich entweder die Stadt anschauen koennte oder aber zu einem Ort fahren koennte, von dem man sehr schoen ueber die Wolga und auf Samara schauen koennte. Da das Wetter wirklich sehr nach Draussen-in-der-Natur-sein schrie, und die Stadt ja im Gegensatz zur herbstlichen Natur nicht weglaufen wuerde, entschieden wir uns schnell fuer letztere Variante. Welch ein Gluecksfall!

Nachdem wir zunaechst ungefaehr zwanzig Minuten auf ein oeffentliches Verkehrsmittel warten mussten, dass dorthin fuhr, wohin wir wollten und nicht voll besetzt war, waren wir etwa eine halbe Stunde spaeter am vorlaeufigen Ziel unserer Fahrt angekommen. Das ganze nennt sich "Hubschrauberlandeplatz" im Volksmund, aber das kann es hoechstens einmal gewesen sein. Auf jeden Fall hatte man von dort aus einen fantastischen Blick ueber die Wolga, und die herbstlichen Waelder, an denen ich mich praktisch gar nicht satt sehen konnte. Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen sollte. Denn zufaellig trafen wir dort auch noch einen Freund von Nastja, Michail, der gerade zwei auf irgendeinem Austausch befindliche Amerikaner (Annalise und Aaron) herumfuehrte sowie eine russische Freundin von ihm (Katja). Er bot an, uns mitzunehmen auf die Tour, die er fuer die Amis geplant hatte.

Unsere internationale Truppe (Slava kommt aus Moldawien)brach also vom Hubschrauberlandeplatz auf und wir machten uns auf eine mehrstuendige Wanderung. Die Bilder findet ihr im MediaCenter, die Beschreibungen wie immer hier.

17 - Ein Blick auf die Wolga vom "Hubschrauberlandeplatz" aus.
18 - Nastja und Slava, mit denen ich urspruenglich aufgebrochen war.
19 - Die erste Katze, die ich in Russland gesehen habe, lebte auf dem Hubschrauberlandeplatz. In der Stadt hat's ja nur Hunde.
20 - Komplettansicht des Landeplatzes. Im Gebaeude ist wohl irgendeine Art Cafe untergebracht.
21 - Erster Zwischenstop auf der Wanderung: ein Sanatorium aus Sowjetzeiten, inzwischen ziemlich stark verfallen. Hier sieht man den Eingang.
22 - Ich sitze in einem der kaputten Fenster und lasse meinen Blick ueber die Wolga schweifen.
23 - Blick durch ein kaputtes Fenster auf die herbstlichen Baeume vor dem Sanatorium
24 - Blick vom Dach auf eine Art Wehrgang eines Nebenfluegels
25 - Der Nebenfluegel, im Hintergrund die wunderschoenen Herbstwaelder
26 - Blick durch ein kaputtes Fenster auf ein Bootshaus in der Wolga
27 - Ein herbstlicher Baum (habe ich erwaehnt, dass man sich an den Farben nicht satt sehen kann?)
28 - Der Wehrgang von Bild 24, diesmal allerdings nicht von oben.
29 - Boote auf der Wolga und das Bootshaus
30 - Spaeter auf der Wanderung: der Abhang an der Wolga mit Herbstwaeldern, das grosse weisse Geaeude ist das Sanatorium
31 - So sah der Weg aus, auf dem wir unterwegs waren, wenn er nicht komplett zugewuchert war.
32 - Ein Blick aus einer Hoehle, die wir besucht haben
33 - Und der Hoehleneingang vom Wolgaufer aus betrachtet
34 - Das Wolgaufer
35 - Ein weiterer Blick zurueck. Wenn man genau hinschaut, sieht man links ueber dem gelben Baum ein weisses Gebaeude, das Sanatorium
36 - Blick die Boeschung hinab
37 - Die ganze Truppe. v.l.n.r.: ich, Katja, Nastja, Mischa, Annalise, Aaron und Slava
38 - Die Schnellstrasse, an der wir nach der Wanderung auf etwas warteten, was uns nach Samara zurueckbringen wuerde. Was kam, was
39 - das hier. Ein Transporter, in dem wir mit insgesamt 33 (!) Personen unterwegs waren, Fahrer nicht mit eingerechnet. Das war ganz schoen eng...
40 - und schliesslich noch eine Strassenszene aus Samara, dann wurde es ja auch schon dunkel.

Jetzt muss ich aber auch wirklich los! Mal gucken, ob ich heute meinen Pass zurueckbekomme!
3.10.05 08:56


So, das war's dann wohl erstmal mit dem schoenen Herbst. Heute morgen ist es trueb, kalt und eklig. Ein typischer deutscher Herbsttag, moechte man meinen. Immerhin hat das gute Wetter einen Tag laenger gehalten als urspruenglich angekuendigt, und so konnte ich gestern mit Nastja noch einen kurzen Ausflug in die Stadt rein machen und ein paar Impressionen sammeln. Bilder habe ich natuerlich auch gemacht, aber noch nicht aufbereitet, folglich kommen die mit ein wenig Verspaetung.

Ich habe seit gestern endlich ein Handy. Die Nummer ist von Deutschland aus 007-908-389-91-18. Laut Frederik, der ja von Mai bis Juli hier war, ist man allerdings nicht immer erreichbar, warum auch immer.

SMS kosten mich einen Rubel (3 cent) pro Stueck, sofern ich sie denn verschicken kann, denn nicht alle deutschen Netzbetreiber machen da mit. Es klappt auf jeden Fall zu D1, und ich weiss, dass es bei Hendriks Handy nicht funktioniert hat. An dieser Stelle die Frage: In welchem Netz bist Du?

Innerhalb Samaras telefonieren ist aehnlich guenstig, ins Ausland hingegen ungleich teurer. Normal kostet eine Minute nach Deutschland 37 Rubel, also etwa 1,10 Euro. Wenn ich mich uebers Internet verbinde, indem ich eine spezielle Nummer vorwaehle, nur noch 20 Rubel, 60 cent. Wird also eher die Ausnahmeloesung bleiben, denke ich.

Dann habe ich gestern den ersten (und hoffentlich nicht letzten) Brief zur Post gebracht. Eine Expresszustellung binnen neun Werktagen (!) haette mich umgerechnet 36 Euro gekostet, was ich dann doch ein wenig uebertrieben fand, also geht der Brief jetzt mit normaler Luftpost. Das kann dann aber schnell mal einen Monat dauern. Irgendwie komisch, immerhin fliegen jeden Tag Flugzeuge von hier nach Hamburg. Kann doch nicht so schwer sein! Wie dem auch sei, der Postweg ist also ebenfalls nicht gerade der beste, um in Kontakt zu bleiben (ich weiss ja nicht, wie lange Briefe von Deutschland hierher brauchen, nehme aber an, dass sie schneller unterwegs sind), also wird es wohl bei emails bleiben. Und natuerlich dem hier.

Heute Abend findet zum ersten Mal der Russischkurs fuer Auslaender statt, und ich bin schon sehr gespannt, wie das so wird. Hoffentlich kann ich genug, dass ich da mitarbeiten kann!
5.10.05 07:23


Es ist doch unglaublich! Da habe ich mich so ziemlich gegen jede moegliche und unmoegliche Krankheit impfen lassen, und jetzt das! Heimweh! Es kam ganz ploetzlich, ich stand im Supermarkt vorm Nudelregal und ueberlegte, ob ich ein Paket Nudeln mitnehmen sollte, da sah ich Nudeln von "Drei Glocken". Mit deutschem Text. Und da fiel mir auf, wie sehr mir die deutsche Sprache fehlt. Eigentlich gar nicht so sehr das lesen und schreiben, das mache ich ja genug, vor allem das SPRECHEN! Ich rede ja hier nur bruchstueckhaftes Russisch und ansonsten Englisch. Und in diese Stimmung habe ich mich dann ein bisschen reingesteigert, wahrscheinlich mehr, als noetig.

Wie dem auch sei, immerhin hat das Wetter nochmal gut angezogen gegen Abend, wodurch ich dann in den direkt neben der Universitaet befindlichen "Botanischen Garten" gehen konnte. Das einzige, was diesen Garten von einem normalen Park unterscheidet, ist ein Haus mit tropischen Pflanzen, welches ich aber nicht gefunden habe. Trotzdem hat das Spazierengehen und Entspannen richtig gut getan.

Wie versprochen noch die Bilder von meinem gestrigen Ausflug nach Samara und noch zwei aus dem Botanischen Garten. Dann muss ich auch schon los zum Sprachkurs, wuenscht mir Glueck!

41 - Das Tschepaev-Denkmal. Der Herr Tschepaev muss ein General waehrend der Revolution gewesen sein.
42 - Das Theater hier in Samara, im besten Zuckerbaeckerstil. Ob das Haus schief ist oder die Kruemmung von der Perspektive her kommt, weiss ich nicht zu sagen.
43 - Einige Wohnhaeuser in Samara. Es sehen nicht alle so heruntergekommen aus, aber eben doch nicht wenige.
44 - Die Statue zum Ruhm der Angestellten der Luft- und Raumfahrtindustrie. So. Endlich mal jemand, der's verstanden hat. Warum gibt's das nicht in Deutschland?
45 - Eine orthodoxe Kirche am Platz des Ruhms.
46 - Ein Mosaik aus der Sowjet-Zeit.
47 - Blick vom Platz des Ruhms hinunter zur abendlichen Wolga
48 - Eine Baumgruppe im Botanischen Garten, wie gesagt eher ein Park als etwas anderes.
49 - Ein Ententeich. Es gab sogar ein "Die Enten nicht fuettern"-Schild.
5.10.05 15:17


Okay, das war ein bisschen deprimierend gestern. Wir waren zu acht, wenn ich mich nicht irre, bunt gemischt. Ein Student aus Nigeria, einer aus Ghana, einer aus Kenia, dann Costa Rica, Peru, Kolumbien, Libanon.

Da haben sich bei mir wirklich deutliche Luecken aufgetan. Wir haben einen Text ueber Nikitin bekommen und mussten da Worte in die richtige Form bringen und Fragen zum Text beantworten. Ich denke mal, dass ich da fulminant versagt habe. Ich werde aber ohnehin nicht mehr zu diesem Kurs gehen, denn was die da an russisch lernen, ist doch sehr auf das Studium zugeschnitten. Mathematische Sprechweisen im Stil von "n+erste Wurzel aus a minus b Quadrat" - das kann ich noch nicht mal im Englischen und sehe auch keinen Bedarf darin, es zu lernen.

Ich bin mit der Lehrerin jetzt so uebereingekommen, dass wir uns jede Woche Freitag morgens treffen und zwei Stunden Einzelunterricht machen. Morgen soll ich ihr erzaehlen, was ich denn gerne machen wuerde. Puh. Mehr Woerter lernen auf jeden Fall, und verstehen, welcher Fall wann benutzt wird? Und dann ist da noch diese Sache mit den Verbaspekten. Die Doppelstunde kostet mich 400 Rubel, 12 Euro, ich werde mir also sehr genau anschauen, ob sich das lohnt und ob es Resultate bringt. Wenn nicht, dann lasse ich das und fuehre statt dessen lieber die "konsequent Russisch sprechen"-Kampagne mit meinem Mitbewohner weiter.

Auf der Plusseite habe ich gestern meinen ersten Brief bekommen!! Das bedeutet, dass Briefe von Deutschland aus nicht halb so lange brauchen, wie es umgekehrt der Fall sein soll. Sehr schoen, ich werde noch heute Abend eine Antwort verfassen. Und Sonntag ist ein Ausflug geplant, da freue ich mich auch schon drauf.
6.10.05 07:07


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